|| von nazi-gorillas und anderen beschimpfungen an der tür

Das Schimpfwort-Memory “Schweinebacke” hat mich sofort an zahlreiche Szenen vor Clubtüren erinnert. Allerdings habe ich den Gedanken auch gleich wieder verworfen, besonders vielfältig wird dort nicht beleidigt.

Je nach Club kommt es mal mehr, mal häufiger zu Situationen, in denen die Interessen von Gästen und Türstehern deutlich auseinander gehen. Beispielsweise wenn es darum geht, wer denn nun in den Club darf und wer nicht, wer den Club wieder vorzeitig verlassen soll, oder die ewig ungeklärte Frage ob es nun Belästigung ist oder nicht, ungefragt andere Gäste gegen deren Willen anzutatschen. Ein Club ist schließlich ein öffentlicher Ort und die Körper anderer Menschen auch, finden die einen. Nein., finden die anderen. Nicht selten führt das zu verbalen Auseinandersetzungen, an deren Ende sich der Türsteher einiges anhören muss, Arschficker, Wichser, komm und schlag mich doch, das macht ihr doch so gern, Hurensohn – sind quasi kreative Ausnahmen. Man scheint sich international vor allem einig zu sein und beschränkt sich auf: Der Türsteher ist ein Gorilla. Oder Rassist. Oder Nazi. Aber mit Sicherheit ein rassistischer Nazi-Gorilla.

Sprachen haben viel zu bieten, daher plädiere ich für etwas mehr Einfallsreichtum, wenn es darum geht, seinen Türsteher zu beschimpfen. Ändern wird sich dadurch aber nichts, denn der bleibt bei einem unmissverständlichen “Verpiss dich.”

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